Die Silvesternacht von Köln: Es wird Zeit, über Trittbrettfahrer zu reden

Die Medien beschrieben es so: „Rund 1000 Menschen, meist nur Männer und viele davon alkoholisiert, versammelten sich an Silvester auf dem Kölner Domplatz.“ Den Rest der Geschichte kennen wir: Aus dieser Gruppe heraus wurden unzählige Frauen von Männern mit „nordafrikanischer“ oder „arabischer“ Herkunft bedrängt, bestohlen oder gar sexuell belästigt. Doch langsam wird die Geschichte seltsam: Mittlerweile haben sich sage und schreibe fast 1000 Opfer mit einer Anzeige an die Polizei gewendet. 1000 Opfer? Wo doch von nur ingesamt 1000 Menschen „fast ausschließlich Männer“ die Rede war? Kann das sein? Continue Reading

In der Zwickmühle

Nur wenige Tage nach den Terroranschlägen von Paris wurde das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande in Hannover wegen einer „akuten Warnsituation“ abgesagt. Danach überschlugen sich die Meldungen im Sekundentakt. Schließlich meldete die Kreiszeitung Syke von einem Sprengstofffund in einem Krankenwagen am Stadion und berief sich dabei auf exklusive Angaben eines Informanten. Diese Meldung machte in Windeseile die Runde um den Globus. Dann folgte die Pressekonferenz der Innenminister, doch die wollten von einem Sprengstofffund nichts wissen. Nun könnte man auf unverantwortlichen Sensationsjournalismus schimpfen, wäre da nicht die denkwürdige Aussage des Innenministers. Continue Reading

Burka-Debatte „ohne konkreten Anlass“

Geht es nach der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), so könnte man meinen, Schulen in NRW würden derzeit von vollverschleierten Frauen mit Burka überrannt. Seit mehreren Tagen berichtet die WAZ nun über zwei Schulen aus Düsseldorf und Essen, die ein „Burka-Verbot“ erlassen haben. Letzere aber bereits vor einem Jahr. Zahllose Menschen, von der Schulleiterin über Gewerkschaftler und Politiker bis zur Feministin kommen zu Wort. Was aber fehlt sind die ganzen Burka-Trägerinnen. Denn die gibt es offenbar kaum bis gar nicht. Die WAZ nennt kein einziges Beispiel. Sogar die Düsseldorfer Schule sagt, es habe für ihr Verbot „keinen konkreten Anlass“ gegeben. Continue Reading

LeFloid und die Dauerwerbesendung aus dem Kanzleramt

Das Kanzlerinneninterview durch YouTube-Star LeFloid alias Florian Mundt macht zwar in der Offline-Welt wenig Schlagzeilen, hier im Netz tobt der Kampf um das Richtig und Falsch um so harscher. „Respekt“ rufen die einen, „Gräßlich“ tönen die anderen. Nunja, Respekt in… Continue Reading

Peinlich, peinlicher, Piraten

Ich hatte nach dieser oberpeinlichen Titten-Aktion einer Berliner Piratin zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten ja noch gehofft, jetzt würden sich die Piraten endlich von ihrer komischen Berliner Spinneria distanzieren, aber falsch gedacht. Gerade veröffentlicht der Bundesvorstand der Piraten eine windelweiche Erklärung zum so genannten #Bombergate, bei der zwar allerhand herumgeeiert, aber kein Klartext gesprochen wird. Im Gegenteil. Man gibt Anne Helm sogar noch Gelegenheit, sich weiter zu demontieren Continue Reading

Die gestörten Beamten im Thüringer Umweltministerium

Mal ehrlich: Wie gestört ist ein Mensch, der Vergnügen darin findet, ein Tier aus purer Lust am Töten umzubringen? Stichwort Großwildjagd: Da bezahlen Leute tatsächlich immer wieder eine große Summe Geld, um einen Elefanten, einen Löwen oder ein Nashorn erlegen zu dürfen. Anschließend posieren sie mit stolz geschwellter Brust über dem Kadaver. Diese Art des Tötens verfolgt keinerlei Nutzen. Weder der Nahrungsbeschaffung noch dem Tierschutz (auch wenn letzteres gerne behauptet wird). Die eine Seite verdient Geld, die andere Seite kann ihrer krankhaften Veranlagung nachgehen. That’s it. Wie jetzt bekannt wird, sitzen in Thüringens Umweltministerium offenbar noch weitere schießwütige Beamte. Continue Reading

Majestätsbeleidigung

Ach, was war das Leben ohne dieses Internetz doch angenehm. Zumindest für die Journalistinnen und Journalisten in Funk, Fernsehen und Print. Wenn mal was schief lief, dann gab es höchstens böse Leserzuschriften. Die konnten die Edelfedern je nach gutdünken drucken, kürzen oder gleich ganz unter den Tisch fallen lassen. Doch seit es das World Wide Web – und viel schlimmer noch – Soziale Netzwerke gibt, ist schluss mit lustig. Der Pöbel verschafft sich heute auch ohne den Good-Will der Journalisten eine Stimme. Auf Facebook, Twitter oder via Online Petition. Kein Wunder also, dass die „Meinungsmacher von Einst“, die Verbreitung von Meinungen außerhalb ihres Herrschaftsbereichs nicht gerne sehen. Bestes Beispiel der Ärger über die Online-Petition gegen ZDF Moderator Markus Lanz. Continue Reading