Christen machen keine bösen Sachen. Oder doch?

Die Krux an religiösen Eiferern ist doch, dass sie sich selbst immer auf der Siegerstraße sehen. Sie sind unfehlbar und ihr Gott stets an ihrer Seite. Das Problem dieser Welt ist aber, dass die größten Religionen nur einen Gott haben und irgendwie Gott ja nicht auf Seite aller stehen kann, vor allem, wenn sich die Positionen untereinander irgendwie unterscheiden. Logisch, oder? Nachdem der ÖRF Vize-Chefredakteur Robert Ziegler in einem Schreiben seine Untergeben aufgefordert, im Zusammenhang mit dem Attentäter von Norgwegen die Bezeichnung „christlicher Fundamentalist“ nicht zu verwenden rudert der ORF Redakteursrat jetzt zurück.

So ließ der Rat in einer Mitteilung verlauten

Die Unabhängigkeit der ORF-JournalistInnen darf selbstverständlich auch nicht durch Sprachregelungen, Glauben eines leitenden Mitarbeiters, etc. beeinträchtigt werden. Quelle: derstandard.at

Ziegler war in seiner „Empfehlung“der Meinung, Christ sein und Menschen auf dem Gewissen zu haben, das passe doch irgendwie nicht zusammen. Also sollten die Redakteure doch lieber vom „religiösen Fanatiker“ oder noch besser „Rechtsradikalen“ sprechen.

Gut, dass sich der Redakteursrat nun eines besseren besonnen hat.

Das wäre ja was gewesen, hätte man mal eben 2000 Jahre Christenheit mit allem was so an Kreuzzügen, Hexenverbrennungen, Inquisition, gewaltsamer Missionierung und Ausrottung ganzer Völkerstämme dazu gehört, unter den Tisch fallen lassen.

Und wer glaubt, sowas gehörte nur der Vergangenheit an: Outen Sie sich mal in einem katholischen Stadtteil in Nordirland als Protestant. Oder umgekehrt. Da wird man wahrscheinlich umgehend von all der christlichen Nächstenliebe aus den Socken gehauen…

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