Die Flitzpiepen vom „Peerblog“

Das war ja kurz. Nach nur ein paar Tagen ist „der“ Peerblog wieder offline.  Hackerangriffe hätten dem Webserver und wohl auch den Betreibern der SPD-Fanboyseite so zugesetzt, dass diese jetzt das Handtuch warfen. Dass da keine Leuchten hinter dem Konzept saßen, war mir schon klar als ich vor einigen Tagen in der eigenen Beschreibung den Deppen-Artikel „der“ für das(!) Blog las. Immer ein gutes Indiz, dass es sich bei den Machern um wahre „Was-mit-Social-Media“-Spezis handelt. Echtes Popcornkino ist aber die Begründung, warum man die Webseite nicht vernünftig gegen Hackerangriffe absichere: Peerblog habe ein „offenes Konzept“. So zitiert Spiegel Online den Betreiber mit den Worten: „Firewalls gegen unerwünschte Eindringlinge auf CIA-Niveau kamen und kommen für uns nicht in Frage.“ Übersetzt heißt das wohl: „Ich hab gedacht das Webpaket bei Strato für n‘ paar Euro im Monat reicht aus. Die Spendengelder geb‘  ich doch nicht für ein professionelles Hostingkonzept  aus, wenn mir der Sohn von ’nem Freund für ’nen Hunni mal eben der Blog strickt.“ Und sowas als Erklärung einer Medienagentur. Ich fasse es nicht.

Mehr liest man auf der Webseite der Agentur, die für das Peerblog verantwortlich ist

Der peerblog.de ist als normale Website online gegangen. Firewalls gegen unerwünschte Eindringlinge auf CIA-Niveau kamen und kommen für uns nicht in Frage. Das offene Konzept führt nun dazu, dass unsere Inhalte nicht geschützt sind, von Hackern jederzeit gefälscht und manipuliert werden können. Quelle: steinkuehler-com.de

Man gibt sogar noch zu, die eigenen Inhalte im Netz nicht ausreichend geschützt zu haben, ja nicht einmal schützen zu wollen. Ob die in ihrer Agentur auch alle ohne Virenscanner arbeiten? Von wegen freie Gesellschaft und so? Oder werfen die ihre Computer weg sobald was passiert und werden Gärtner oder sowas!? Eine sechsstellige Summe sollte das Blog laut Medienberichten angeblich erhalten. Für vernünftiges Hosting war davon wohl nicht viel vorgesehen.

Fefe würde wohl sagen: „Die BESTEN der BESTEN der BESTEN, SIR!“

Der Westen hat allerdings eine ganz andere Vermutung, warum es mit dem Peerblog jetzt nichts mehr geworden ist. Die ganze Aktion sei ein Versuch gewesen, das Parteienfinanzierungsgesetz zu umgehen, vermutet man dort.

Der Macher vom PeerBlog, der kaufbare Wendehals Karl-Heinz Steinkühler, und seine anonymen Hintermänner haben ein Problem. Ihr öffentliches Peer-Steinbrück-Sponsoring ist ein geldwerter Vorteil. Quelle: Der Westen

DAS klingt zumindest logischer als diese haarsträubende Erklärung, man stelle ein Webangebot aufgrund Hackerangriffen ein, die ein ungeschütztes Portal nicht respektieren wollten.

Oder wie man auf Twitter sagt:

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